CD, CDR Produktion

Herstellung des Glasmasters

Die Produktion der CD beginnt mit der Herstellung des Glasmasters. Hier wird die Information vom Premaster, beispielsweise einer CD-R, einem U-Matic- oder Exabyte-Band oder DLT-Tape, ausgelesen. Eine Fotoschicht, welche sich auf einer Glasscheibe befindet wird mit einem Laserstrahl belichtet. Nach der fotografischen Entwicklung werden die belichteten Stellen ausgewaschen. Darauf folgend werden duch Galvanikprozesse Metallfolien von dieser Glasscheibe gezogen, aus denen letztendlich die Matrizen (die Spritzgußformen) entstehen. Dieser sogenannte Stamper dient für alle Pressungen als Vorlage (Matritze).

Die Produktion des Glasmasters und der Preßmatrizen erfordern Reinraumbedingungen, erfolgen mit einem Höchstmaß an Genauigkeit und unterliegen ständiger Kontrolle.

Pressen der CD

Die CD-Produktion ist ein Spritzgießvorgang, dem sich ein Metallisierungsprozeß (Sputteringprozeß mit Aluminium oder Kupfer) und die Schutzlackierung anschließen:

  • Das Grundmaterial ist ein Polycarbonat in Granulatform, das in einer glasklaren, hochreinen Qualität mit makellosen optischen Eigenschaften vorliegen muß.
  • Das Granulat wird in Spritzgußmaschinen auf ca. 330°C erwärmt und in das Werkzeug eingespritzt.
  • Die noch durchsichtige CD enthält nun schon die Dateninformationen in sog. Pits und Lands und wird zur Sputteranlage transportiert, wo die Informationsseite der CD mit Aluminium (40-50 nm stark) gesputtert wird.
  • Die silberfarbene Reflexionsschicht wird im Belacker im Schleuderverfahren gleichmäßig mit einem UV-Lack (ca. 10 Mikrometer) versiegelt, der mit UV-Licht in wenigen Sekunden getrocknet wird.
  • Die CD wird mit Hilfe eines Laserscanners optisch überprüft.
  • Das Bedrucken der CD-Oberseite erfolgt mit einer Siebdruckmaschine mit UV-Farben, die lösemittelfrei sind und sich in wenigen Sekunden mit UV-Licht aushärten lassen.
  • Je nach gewünschter Verpackung werden die CDs nun zusammen mit Cover, Booklet und Inlaycard in CD-Hüllen verpackt oder auf Spindeln gestapelt.

Sonstiges

Der Stamper ist Eigentum des Kunden und wird, falls nicht anders gewünscht, automatisch im Preßwerk gelagert, damit die Herstellungszeit einer eventuellen Nachpressung verkürzt wird.

Durch die vollautomatisierte Herstellung der CDs treten geringfügige Mengenabweichungen von ca. 5% auf, die in Rechnung gestellt bzw. gutgeschrieben werden.

Die Druckfilme dienen der Druckerei als Vorlage zum Druck. Der Siebdruckfilm wird zum Druck auf der CD selbst verwendet. Der Offsetfilm dient zum Druck auf Papier. Je ein Film wird für jede Grundfarbe schwarz, cyan, magenta und gelb (Euroskala) benötigt. Möglich sind auch die Farbsysteme HKS K oder Pantone C.


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